Die Untersuchung zeigt, wie die Dicke die Festigkeit und das Bruchverhalten von fingergezinktem Holz beeinflusst.
Forscher des InnoRenew CoE und UP IAM haben in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Stilles eine neue wissenschaftliche Studie in ScienceDirect veröffentlicht, die den Einfluss der Abmessungen von Fichtenbrettern mit Fingerzinkenverbindung auf deren Biegefestigkeit untersucht. Analysiert wurden mehr als 1100 industriell hergestellte Proben aus C24-Brettern mit Dicken zwischen 20 und 40 mm.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass dünnere Bretter fester sind: Bei 20 mm Dicke erreichten sie eine durchschnittliche Festigkeit von 43,7 MPa, bei 40 mm dagegen 38,3 MPa. Die Breite der Bretter hatte keinen bedeutenden Einfluss auf die Festigkeit. Die Studie zeigt ebenfalls, dass sich die Brucharten mit der Dicke verändern—bei dickeren Brettern tritt der Bruch häufiger außerhalb der Zinkenverbindung auf, was weitere Fragen zur Spannungsverteilung und zum Werkstoffverhalten bei größeren Querschnitten aufwirft.
Trotz der deutlichen Unterschiede zwischen den Abmessungen bestätigen die Ergebnisse, dass die aktuelle industrielle Praxis, für alle Dicken eine einheitliche deklarierte Festigkeit (27,6 MPa) zu verwenden, sicher ist, da die gemessenen Werte der Industrieproben diese um mehr als 38 % übertroffen haben.
Die Erkenntnisse tragen zu einem besseren Verständnis des mechanischen Verhaltens von fingergezinktem Holz bei und bieten wertvolle Hinweise zur Materialoptimierung, zur Verbesserung der Produktionsprozesse und zur Förderung der nachhaltigen Holznutzung im Bauwesen der Zukunft.
